„Orte der (Un-)Sichtbarkeit“ unserer Zeitzeug:innen 

Freitag, 21 Oktober 2022

In den Interviews wurden durch die Erinnerungen der Zeitzeug:innen nicht nur unsichtbare Orte sichtbar, auch bekannte, durchaus touristische Orte wie der Fischmarkt erhielten eine ganz neue Bedeutung. Es ergaben sich ebenfalls verschiedene Perspektiven auf die gleichen Orte. Im Falle der Casa Marina, eines von mehreren Wohnschiffen für Geflüchtete, eröffnete eine Zeitzeugin nicht nur Einblicke in ihre Situation des Ankommens und Lebens auf dem Schiff. Durch einen damaligen Hamburger Sozialarbeiter, der auf einem der Schiffe gearbeitet hat, ist ein Eindruck von der Perspektive der „Aufnahmegesellschaft“ ebenso möglich. Dieses Beispiel kann für die vielschichtigen und neuen Perspektiven stehen, die sich dem Projekt durch die Zeitzeug:innen und damit neu erschlossenem Quellenmaterial eröffnen.

»Orte der (Un-)Sichtbarkeit« ist ein Kooperationsprojekt des Arbeitsfeldes Public History der Universität Hamburg und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. Es wird im Bundesprogramm »Jugend erinnert«, in der Förderlinie SED-Unrecht der Bundesstiftung Aufarbeitung gefördert.

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